Altmaiers Reaktion auf Fracking-Vorstoß von EU-Kommissar Oettinger begrüßenswert

Bundesumweltminister Peter Altmaier hat heute seine Ablehnung der umstrittenen Förderung von Schiefergas (Fracking) bekräftigt und damit unmittelbar auf eine Initiative von EU-Kommissar Günther Oettinger, die Option Fracking für ganz Europa zu bewahren, reagiert. Hierzu erklärt der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Rudolf Borchert:

„Die deutliche Reaktion des Bundesumweltministers auf den jüngsten Vorstoß von EU-Kommissar Günther Oettinger ist zu begrüßen. Die SPD-Landtagsfraktion unterstützt Peter Altmaier, der nochmals deutlich auf die unkalkulierbaren Risiken und vielen ungelösten Fragen des ‚Hydraulic Fracking’ hingewiesen hat. Eine europaweite Regelung, wie von Oettinger gefordert, ist der völlig falsche Weg, da in jedem Land die geologischen und örtlichen Verhältnisse unterschiedlich sind. Deshalb muss über Fracking auch vor Ort entschieden werden.

Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern lehnt Fracking zur Erschließung unkonventioneller Vorkommen von Erdgas und Erdöl in unserem Land konsequent ab. Fracking ist keine Zukunftstechnologie von morgen, sondern eine mit großen Gefahren verbundene Form der Energiegewinnung von gestern. Gefrackte Gebiete sind in der Regel auch nicht mehr nutzbar für Geothermie und Energiespeicher, die für eine erfolgreiche Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern unentbehrlich sind. Hinzu kommt die Gefährdung des Grundwassers und der Umwelt durch giftige Substanzen, die beim Fracking freigesetzt werden können.

Wir fordern Peter Altmaier jetzt auf, sich maßgeblich dafür einzusetzen, dass das umstrittene Fracking-Gesetz der Bundesregierung endgültig zurückgezogen wird. Wir setzen dabei auch auf eine große Gruppe von Abgeordneten innerhalb der CDU-Bundestagsfraktion, die sich für ein Verbot von Fracking ausgesprochen hat.“