Kosten für Netzausbau müssen bundesweit gerecht aufgeteilt werden

Der Energieausschuss des Landtags beschäftigte sich heute mit den Kosten für den Netzausbau und deren Einfluss auf die Strompreise. Hierzu erklärt der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Rudolf Borchert:

„Die Anhörung der Experten hat nochmals deutlich bestätigt: die Kosten für den Ausbau der Stromnetze sind bundesweit ungerecht verteilt. Es ist ein Grundfehler, dass die Netzentgelte nicht einheitlich umgelegt werden. Deshalb haben wir die inakzeptable Situation, dass ausgerechnet in den Vorreiterländern der Energiewende Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die höchsten Netzentgelte bezahlt werden müssen.

Die Zeche zahlen die Menschen in unserem Land über höhere Stromrechnungen. Denn die Kosten für den Netzausbau machen ca. 20 Prozent der Strompreise aus. Diese Bestrafung für die Regionen und Bürger, die auf die erneuerbaren Energien setzen, muss dringend beendet werden. Die Menschen dort fragen sich doch zu Recht, welchen Nutzen sie davon haben. Deshalb ist klar, wer die Akzeptanz für die Energiewende vor Ort steigern will, muss die Betroffenen beteiligen und von Kosten entlasten.

Inzwischen scheint diese Einsicht auch auf Bundesebene zu reifen. So gibt es mittlerweile die Zusage des Staatssekretärs im Bundeswirtschaftsministerium Uwe Beckmeyer (SPD), das System der Netzentgelte zu überprüfen. Diese Prüfung muss dann auch schnellstmöglich zu gesetzlichen Veränderungen führen. Wir brauchen mehr bundesweite Gerechtigkeit bei der Verteilung der Netzausbaukosten.”