Wir brauchen eine europäische Energiewende

Im Juni 2012 präsentierte die Europäische Kommission eine Mitteilung zu ihrer Strategie für erneuerbare Energien, die die Optionen für die Zeit nach 2020 skizziert. Die Strategie soll die Entwicklung der erneuerbaren Energien in Europa unterstützen und ist ein wichtiges Signal für rechtzeitige Investitionen und verlässliche Rahmenbedingungen auch über das Jahr 2020 hinaus. Der Landtag verabschiedete heute einen Antrag von SPD und CDU, der die Landesregierung auffordert, aktiv an der Entwicklung dieser europäischen Strategie für erneuerbare Energien mitzuwirken. Hierzu erklärt der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Rudolf Borchert:

„Die Bedeutung der europäischen Strategie für Mecklenburg-Vorpommern ist groß, da die erneuerbaren Energien in unserem Land eine wesentliche Rolle bei der Stromerzeugung spielen, Infrastrukturprobleme gelöst werden müssen und die Netzanbindung sichergestellt werden muss, um den Einsatz bedarfsgerecht zu ermöglichen. Eine Mitwirkung des Landes bei der Erarbeitung der Strategie ist dringend erforderlich, um die Interessen von Mecklenburg-Vorpommern einbringen zu können. Klimaschutz, Energieeffizienz und Versorgungssicherheit sind dabei zentrale Themen. Zudem sollte die Strategie auch das Potenzial der dezentralen Energieversorgung im ländlichen Raum herausarbeiten.
Wir brauchen eine stärkere Teilnahme am europäischen Strombinnenmarkt. Die Integration der Erneuerbaren Energien und die Verfügbarkeit von konventionellen Erzeugungskapazitäten werden nur im europäischen Verbund gelingen. Es steht fest, dass die Erneuerbaren Energien in Europa zukünftig das Fundament bilden werden. So lange jedoch konventionelle Energieträger und die Kernenergie einen großen Anteil an der Energieerzeugung in der EU haben, gibt es keine Energiewende in Europa. Und wir brauchen die Energiewende nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern und in Deutschland, sondern wir brauchen auch eine europäische Energiewende.“